4.Feb 2014

Eine Krise kommt selten allein

Eine Krise kommt immer unerwartet. Wir können ihre Folgen nicht abschätzen und auch ihr Verlauf ist nicht planbar und schwer steuerbar. Krisen bedingen oft einen massiven und akuten Entscheidungs- und Handlungsdruck. In der Öffentlichkeit wird der Umgang mit Krisen oft zum Maßstab für die Bewertung eines Vereins.

Die Qualität eines Vereins wird sich nicht daran messen, wie er handelt, wenn alles gut läuft, sondern er wird sich bewähren müssen, wenn es schlecht läuft. Deshalb haben wir im CVJM Sachsen – Anhalt einen Krisenplan erstellt und fünf Schritte für das Krisenmanagement beschrieben. Sie beginnen mit: „Sprich ein Stoßgebet“ und enden mit „Was wollen wir für die Zukunft verbessern?“ Dabei gehen wir davon aus, dass wir vieles regeln, in der Hoffnung es nie zu brauchen.

Auch das Thema Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung spielt dabei mit hinein. Ein Kodex für Mitarbeitende thematisiert eine mögliche Problematik, die aus dem Spannungsfeld von Nähe und Distanz entstehen kann. Jeder Mitarbeitende verpflichtet sich im Vorfeld zu dem Kodex. Hauptamtliche müssen ihr polizeiliches Führungszeugnis zur Einsichtnahme vorlegen.

Für den Krisenfall erhalten Mitarbeitende, die sich im CVJM engagieren, eine „Crashcard“ auf der wichtige Kontaktdaten und eine Kurzbeschreibung der fünf Schritte stehen. So muss keine Panik ausbrechen und jeder weiß, wie er handeln kann. Wer Interesse hat, kann das Krisenmanagement auf der Homepage im Downloadbereich ansehen und runterladen.