Philothea – unser Weltdienst-Projekt

Philothea – unser Weltdienst-Projekt

Die Welt hört nicht vor der Haustür auf, da beginnt sie erst. Wir leben in einer bunten, vielfältigen Welt, mit ganz unterschiedlichen Kulturen – eine Welt, die alle Menschen miteinander teilen. CVJM-Weltdienstarbeit pflegt Kontakte und Partnerschaften zu CVJM und anderen christlichen Gemeinschaften in der Welt. Wir können viel voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen.

Eine fröhliche Schar von aufgeweckten Sechs- bis Zehnjährigen belagert jeden Sonnabendmorgen die Eingangstür von »Philothea« im rumänischen Targu Mures. Die Mädchen und Jungen können es kaum erwarten, Einlass zu finden zu ihrem regelmäßigen Treffen im »Frohe-Botschaft-Club«. Mit großer Begeisterung hören sie hier biblische Geschichten und spielen sie nach.

»Gottes Wort ist auch und gerade für Kinder wichtig«, erklärt Gabriella Belenyesi, die Leiterin von Philothea.
»Philothea« ist griechisch und heißt »Gottesliebe«. Ihre Liebe zu Gott – und zu den Menschen – bezeugen die vier hauptamtlichen und die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter des Philothea-Clubs fast täglich. Sie betreiben in der Stadt mit ihren rund 140.000 Einwohnern christliche Jugendarbeit in vielfältiger Form: »Sicherer Felsen« heißt das Treffen für die Zehn- bis Vierzehnjährigen. An die 15- bis 20-Jährigen richtet sich das Angebot für Teens. »Das ist ein Ort, an dem junge Leute wichtige und lebensverändernde Fragen besprechen und wo wir alle miteinander offen sein können«, sagt Tünde Takács, die im Club mitarbeitet.
Dazu kommen Schulprojekte zu Themen, die Jugendliche beschäftigen. All diese Projekte bieten eine gute Möglichkeit, sehr vielen Jugendlichen, die sie sonst nicht erreicht würden, Werte zu vermitteln und Zeugnis vom Glauben zu geben. Ferienprogramme wie Jugendcamps bieten zudem besonders intensive Möglichkeiten der Begegnung.

Seit Beginn der 90er Jahre unterhält der CVJM Sachsen-Anhalt eine Partnerschaft mit dem Projekt »Philothea«. »Dort hat sich in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten viel verändert«, berichtet Helma Mühlmann,die sich zusammen mit Ihrem Mann Knut seit Anfang an unterstützend einbringt, von ihrem jüngsten Besuch über Ostern. »Wenn Jugendliche am Schultor zusammenstehen, ist das Handy mittlerweile genauso selbstverständlich wie bei uns. Andererseits wird auf den Dörfern das Wasser vielerorts noch vom Brunnen geholt, ein Plumpsklo ist auf vielen Höfen Standard und die Ernte wird mit dem Pferdewagen eingeholt. Zur Schau gestellter Reichtum steht oftmals bitterer Armut gegenüber. Die Einkommen sind viel geringer als bei uns, die Lebenshaltungskosten aber mindestens genauso hoch.« Viele Menschen kommen nur über die Runden, indem sie Arbeit im Ausland suchen, einen Zweitjob annehmen oder versuchen, sich selbst zu versorgen.

Ein Problem sind seit einiger Zeit die steigenden Grundstückspreise und Mieten in den größeren Städten. Diese Entwicklung hat auch »Philothea« eingeholt. Der Treffpunkt, eine angemietete Wohnung mit vier Räumen, liegt unmittelbar im Stadtzentrum, also ideal für Kinder- und Jugendarbeit. »Bis letztes Jahr hat der CVJM Sachsen-Anhalt die Miete noch übernehmen können. Aber seit einiger Zeit gehen dafür nicht mehr genug Spenden beim Landesverband ein und nun sind die Rücklagen für dieses Projekt aufgebraucht”, muss Geschäftsführer Ulrich Schulze feststellen.
Die Mitarbeiter von Philothea bangen deshalb um den Fortbestand ihres Treffpunkts und wünschen sich sehr, dass es mit Hilfe ihres Partners in Sachsen-Anhalt weitergeht. »Die Lage ist dramatisch, weil der Club keine nennenswerten wirtschaftlichen Einnahmen hat«, bekräftigt Knut Mühlmann.

Bitte helfen Sie, dass der Philothea-Club weiterbestehen kann!

Spendenseite

Wenn Sie mehr über den Philothea-Club erfahren möchten, melden Sie sich bei uns! Wir freuen uns über jegliche Unterstützung!