Philothea-Klub – das Ferienrogramm

Im Sommer ist jede Menge los im Philothea-Klub. Lest hier, welche Angebote es in 2017 gab!

Ferienklub für Kinder
In jeden Ferien freuen wir uns auf die Kinder, die zum Ferienklub zu uns kommen, um eine Woche lang Geschichten von Gott zu hören und ein paar Stunden lang eine andere Umgebung zu sehen. Der Klub findet vormittags zwischen 11 und 13 Uhr statt. Es wird immer viel gespielt, gesungen, gebastelt. Die biblischen Geschichten bauen wir jedes Mal um ein anderes Thema herum auf. Der Aufbau diese Programms ähnelt dem des Gute-Nachricht-Klubs. Die Kinder kommen immer voller Begeisterung zu uns
und finden in der Gruppe neue Freunde. Tee und Kekse sind selbstverständlich fester und äußerst beliebter Bestandteil!

Tini-Sommerlager
Thema: Konzentrier dich!
Die Geschichte von Marta und Maria (Lukasevangelium 10,38-42 )half uns, die folgenden Fragen zu beantworten:
– warum ist es schwierig durchzuhalten (z.B. in Beziehungen, Freundschaften, in der Schule, Beruf)
– warum lassen wir uns immer wieder ablenken?
– warum flüchten wir vor Sachen, wohin und zu wem fliehen wir?
– Worauf lohnt es sich zu konzentrieren, wer kann uns Richtung und Hoffnung geben, wie finden wir ein Gleichgewicht im Leben? – „Eines aber ist not, in Wirklichkeit nur eines.” (Lk 10,42)
Das Programm verlief nach diesem Muster: Morgens wurden die Gruppen eingeteilt, jeweils ein Betreuer erzählte eine persönliche Geschichte verbunden mit einem Bibelvers. Danach gab es Frühstück und anschließend einen Vortrag. Diesem folgten Workshops in Kleingruppen, Spiele und Gebete. Nach dem Mittagessen hatten die Teilnehmer Freizeit, die die Meisten für Sport, Wanderungen oder Werken nutzten. Abends gab es dann Lagerfeuer, Abendprogramm, heiße Schokolade… Es gab zudem auch spezielle Programmpunkte, die die gesamte Atmosphäre verzauberten. An einem Abend zum Beispiel, durften wir ein Konzert von einem unserer Betreuer, Karcsi Bóér, und seinen musizierenden Freunden hören, an einem anderen Abend besuchten wir ein Café und unterhielten uns dort über Freundschaft und die damit verbundenen Freuden und Schwierigkeiten. Natürlich gab es auch in diesem Jahr wieder einen Filmeabend. In The Life geht es um einen Jungen mit Autismus, der jahrelang kein Wort spricht, bis sich herausstellt, dass er mithilfe von Disney-Märchenfilmen kommunizieren kann. Es war ein sehr berührender Film über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, der Identitätssuche, des Hasses und der Aufopferung.
In diesem Jahr nahmen viele Jugendliche am Sommerlager teil, die keine Möglichkiet haben, mit Familie oder Freunden im Sommer etwas zu unternehmen, oder die im Kinderheim aufwachsen, wo dies auch nicht möglich ist. Diese Kinder und Jugendlichen fühlten sich im Sommercamp ganz besonders zu Hause, schlossen Freundschaften und teilten ihre Gedanken und Wünsche mit den Anderen. Manche von ihnen waren schon in vorhergehenden Jahren mit dabei, und es war eine Freude zu sehen, wie die regelmäßigen Teilnehmer der Sommerlager sich verändern und von Jahr zu Jahr erwachsener werden.
Ich möchte mit dem Lagergruß schließen: „denn Ihr seid die Menschen, die mir die Welt bedeuten…. Gott sei mit Euch!”
(Kata Sipos)

Kinder- Sommer-Camp der Bonus Pastor Stiftung
Schon am ersten Tag wurde uns klar, dass wir vor einer Herausforderung standen. Es hatten sich wesentlich mehr Jungen angemeldet als Mädchen, dagegen gab es wesentlich mehr Betreuerinnen als Betreuer. Natürlich ließen wir uns nicht abschrecken, und die Arbeit gelang auch so. Nachdem wir die Regeln erklärt hatten und alle Betten bezogen waren, gab es einige Kennenlernspiele. Noch kamen wir mit ein paar Namen durcheinander, aber das legte sich schnell, und am Ende kannten wir us alle ganz genau. Nach dem sehnlich erwarteten Abendessen beschlossen wir den ersten Tag mit gemeinsamem Singen, aus der Erfahrung heraus, dass zimmerweise Gute-Nacht-Geschichten-Vorlesen niemanden am ersten Abend zum Einschlafen bringt… Im Laufe der Woche gestaltete sich das täglich Programm so: Aufwachen mit Musik, ein bisschen Sport, Frühstück, Unterricht, Bibelkreis, eine kurze Pause, danach Aktivitäten in Kleingruppen. Jede Kleingruppe entwarf ihr eigenes Wappen und gab sich natürlich auch einen eigenen Namen. In den Gruppen wurden z. B. Musikinstrumente gebaut und natürlich auch gespielt, es wurden Tiere gezeichnet und über Tierfamilien gelernt. Am Freitagmorgen hatten wir Besuch von zwei jungen Leuten, die uns beibrachten, wie man mit Pfeil und Bogen schießt, was ein sehr aufregendes Erlebnis war. Nachmittags unternahmen wir Wanderungen im Wald, bauten Staudämme im Bach, machten eine Schnitzeljagd, lauerten uns gegenseitig bei Geländespielen auf, fischten nach Plüschtieren, besuchten ein altes Salzbergwerk und zum Abschluss trugen Kinder und Betreuer zusammen eine Fußballmeisterschaft aus! Im Rahmen des abendlichen Programms stellten die Betreuer verschiedene Superhelden vor. So lernten wir Gáspár Károli, Martin Luther und Jean Calvin kennen. Daneben schauetn wir interessante Filme an, die wir bei Popcorn ganz besonders genossen. Nachmittags amüsierten wir uns mit Geländespielen, Frisbi, Fußball, Staudämme bauen, Bogenschießen, abendliches Geschichtenlesen, aber dies alles bot nur den Rahmen für die vielen persönlichen Gespräche, Geschichten und Begegnungen, von denen Erlebnis und Erinnerung leben. Gespräche mit den Kinder fallen mir wieder ein, Lachen, Späße, oder ein Augenblick, wenn ein aggressives Kind in einer Umarmung ganz still wird, die Überraschung in dem einen oder anderen Gesicht, wenn ein Kind auf einmal Aufmerksamkeit bekommt. Vor mir sehe ich die Kinderzeichungen von Familien, eine Schlange, eine Spinne, eine Haifischfamilie, und seitdem wünsche ich mir, mehr psychologische Kenntnisse und Erfahrung zu haben. Mir wurde klar, dass ich diese Kinder gern nicht nur einmal im Jahr eine Woche lang sehen würde, sondern wie schön und wichtig es wäre, sie auch den Rest des Jahres über zu begleiten, um ihnen auch dann das Gefühl zu geben, ernstgenommen zu werden und behütet zu sein. Am Ende des Sommerlagers wusste ich: Auch wenn ich mich oft ungenügend und hilflos fühle, schwach und müde, Gott gleicht alles aus, und er segnete diese Woche.
(Boró Bedő)

Mini-Tini-Lager (5.-8. Klasse)
Am 11.7. traf sich eine aufgeregte und erwartungsvolle Gruppe von 34 Jugendlichen am neumarkter Bahnhof, um sich auf den Weg zum Mini-Tini-Sommerlager nach Ratosnya zu machen. Viele kannten sich schon aus früheren Sommerlagern, und auch die neuen Gesichter wurden schnell in die fröhliche Gruppe aufgenommen. Angekommen, bezogen alle schnell ihre Zimmer, packten die Koffer aus, und schon begannen auch die Kennenlernspiele. Danach gab es Freizeit, in der man sich weiter einrichten oder draußen spielen konnte. Besonders beliebt waren hier Federball, Fußball, Trampolin und Kartenspielen.
Dieses Jahr gab es zwei neue Betreuer: Tamás Sárkány und Dorottya Magdó. Ihre Gegenwart stellte sich als sehr hilfreich heraus, da sie voller Energie und jugendlicher Begeisterung waren, was eine ganz eigene Atmosphäre verbreitete. Hier sprechen die beiden selbst:
Dorottya: „Ich studiere Lehramt. Freiwillig nahm ich als Betreuerin am Ferienlager teil. Ich fühlte mich sofort sehr wohl. Das war das erste Mal, dass ich so lange Zeit in der Rolle einer Pädagogin mit Kindern zu tun hatte. Es tat mir gut, dass die Kinder mich mochten, mich ausfragten, mit mir spielen wollten. Ich lernte viel über mich selbst und gewann natürlich ganz viel praktische Erfahrung. Ich wollte gar nicht wieder nach Hause.Es ging so schnell vorbei! Von den Kindern bekam ich die Bestätigung, dass Lehrerin wirklich genau das Richtige für mich ist.”
Tamás: „Das war mein erstes Ferienlager, bei dem ich als Betreuer arbeitete. Ich wusste anfangs eigentlich überhaupt nicht, was mich erwarten würde, aber ich bot meine Hilfe gern an. Während wir auf den Zug warteten, schaute ich mich interessiert um, mit wem ich denn die nächste Woche zusammen verbringen würde und auf wen ich, plötzlich als einer von den Großen, aufpassen würde. So viele Aufgaben hatte ich im Sommerlager gar nicht: Auf die Kinder aufpassen, mit ihnen reden und spielen. Abends arbeitete ich immer mit Zoli zusammen. Das gefiel mir sehr gut und den Kindern offensichtlich auch. Am Anfang machte ich mir Sorgen, aber das legte sich
nach dem ersten Tag. Aktivitäten in Kleingruppen waren neu für mich, weil ich plötzlich derjenige war, der Fragen stellte und unterrichtete, das hatte ich davor noch nie erlebt, aber mit Gottes Hilfe gelang es mir gut. Wir Betreuer bildeten eine sehr gute kleine Gruppe, das gesamte Camp war sehr gut organisiert, jeder trug seinen Teil dazu bei, und alles lief glatt. Am Ende dieser Woche mochte ich die Kinder alle sehr, und sie mich auch. Ich erinnere mich, wie wir nach einem Geländespiel an einem Bach entlanggingen und plötzlich eines von den Kindern rief: Kommt, wir werfen Tamás in den Bach! Ich habe zu ihnen gesagt, nein, nein, das geht nicht, aber sie waren schon auf mich losgesprungen. Es war lustig, sich mit 30 Kindern zu raufen. Sie waren natürlich stärker, aber wir hatten alle einen Riesenspaß, und am Ende lag ich im Wasser. Auf jeden Fall war es eine sehr gute Erfahrung, sehr gut auch, dass ich auch hiermit Gott dienen konnte, und ganz sicher werde ich wieder als Freiwilliger mitarbeiten.
(Csilla Schuller)

Mini-Tini-Sommerlager (7.-8.Klasse)
Das Thema war dieses Jahr „Agenten”. Die Agenten, deren Berufung und Ziel Jesus Christus ist. Aber wer sind diese Agenten? Und was genau sind ihre Berufung, ihr Ziel? Und warum verfolgen sie es? Zu diesen Fragen suchten wir eine Woche lang die Antwort. Bei der Suche arbeiteten 43 Siebt- und Achtklässler sowie 13 Betreuer zusammen. Unser Freund Pfarrer Sándor Mezei hielt einige Vorträge zum Thema und half uns, Jesus und durch ihn dem barmherzigen über uns herrschenden Vater auf die Spur zu kommen. In Kleingruppen diskutierten wir die Vorträge weiter und lernten uns selbst und uns gegenseitig dadurch besser kennen. Daneben konnten die Teilnehmer bei einem vom Roten Kreuz Csíkszereda angebotenen Kurs Erste Hilfe lernen. Von der Bonus Pastor-Stiftung lernten wir über
Alkoholismus-Prävention. Und natürlich gab es wie immer viel Gelegenheit für Ausflüge, Basteln und Spiele. (Emőke Lukács)