7.Jul 2018

Wir wünschen euch einen reich gesegneten Sommer!

Sommer„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:  geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;  Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;  zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.“ Prediger 3,1-8

Wie gut zu wissen: Alles hat seine Zeit. Gerade jetzt, so kurz vor der Sommerpause und dem wohlverdienten Urlaub, sind das Worte, die mir unglaublich guttun.
So wird es nicht nur mir gehen. Ackern hat seine Zeit, aber auch Urlaub, Entspannen und der Sabbat hat seine Zeit. Und zwar ganz ohne schlechtes Gewissen.
Etwas, das ich mir immer wieder zu Herzen nehmen und mich aktiv daran erinnern muss.

Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns immer wieder Zeiten nehmen, in denen wir einfach sind. Nicht arbeiten, nichts leisten, keine Anspannung, kein Stress, einfach
nur Sein. Dafür brauchen wir den Sabbat, Entspannungszeiten, Urlaub zum aktiven und engagierten Nichts- tun. Meine erste Berufung auf dieser Welt ist es, ein Kind
Gottes zu sein. Dafür muss ich nichts tun. Erst danach kommt alles andere. Oft legen wir mehr Wert auf „alles andere“, statt darauf, dass Gott uns primär dazu berufen
hat, in seiner Gegenwart zu sein. Erst aus dem Sein entspringt das Tun.

Und ich glaube, das ist die Aufgabe für jeden von uns: finde deine Art des aktiven Seins. Für den einen ist es Meditieren, für den anderen Backen, für den nächsten
Sport. Die Möglichkeiten sind endlos. Bei mir ist das selber-Sushi-machen zur Leidenschaft geworden, man könnte sagen, Origami für erwachsene Fisch-Liebhaber.
Und mein kleiner Zwerg-Wohnwagen, der mich immer wieder aus dem Alltag entführt. Während euch diese Zeilen erreichen, sind wir schon „on the road“. In meinem Urlaub geht es drei Wochen an die Ostsee: Freiheit, Sommer, Sonne, Strand, Meeresduft- für mich der perfekte Ort, um aktiv und engagiert nichts zu tun, sondern
einfach nur das Sein vor Gott zu genießen.

Falls du bald Urlaub hast, es dir wie mir oftmals schwerfällt, nichts zu tun, nur zu Sein, lass dich ermutigen: Alles hat seine Zeit! Leg die Füße hoch und tu dir was Gutes. Falls du über den Sommer arbeiten musst, sei getrost, denn: alles hat seine Zeit und die anderen Zeiten kommen auch, versprochen.

In diesem Sinne grüße ich euch und wünsche allen einen reich gesegneten Sommer mit vielen bereichernden Begegnungen- vor allem und in erster Linie mit unserem dreieinigen Gott, unserem Schöpfer, Jesus, unserem Herrn und dem Heiligen Geist, der weht, wo er will.

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ Prediger 3,1

Kati Meergans