13.Apr 2018

Wer leitet und begleitet uns?

396TageBevor ich angefangen habe die Chroniken zu lesen, war es für mich immer eine Aufzählung von irgendwelchen Stammbäumen und anderen Dingen, die schwer zu lesen sind, aber in der vergangenen Woche haben wir viel über die einzelnen Könige der Zeit gelesen.

Dabei ist mir aufgefallen, dass es kaum einen König gab, der sich an die Gesetze Gottes gehalten hat. Jeder wurde von anderen beeinflusst und ist wieder zum Götzendienst übergegangen.
Doch an einem der vielen Könige möchte ich etwas hervorheben. Es handelt sich dabei um Usija. Er war sechzehn Jahre alt, als er König wurde. Mit Hilfe von Secharja tat er was Gott wohlgefiel. Secharja lehrt ihn in der Gottes Furcht. Alles, was Usija anging, ob Krieg oder neue Türme für Jerusalem, alles gelang ihm. Er wurde stärker und stärker und war berühmt bis nach Ägypten hin. Bis sich bei ihm das Blatt wendete. Es könnte fast gesagt werden, dass er von seiner Macht zu stark ergriffen wurde und er dachte, er dürfe alles. So beging er einen fatalen Fehler, in dem er den Tempel betrat und am Räucheraltar räucherte. Dies war allerdings nur dem Priester gestattet und niemals dem König. Die Priester kommen aus dem Stamm Levi, der seit dem Auszug aus Ägypten für die Bundeslade und später dann für die Arbeiten am und im Tempel zuständig war. Kein anderer durfte den Tempel betreten.

Diese Geschichte zeigt mir, wie schnell wir vom richtigen Weg abkommen können. Ich würde schon fast behaupten, dass Secharja eine Art Mentor war und so den König auf dem richtigen Weg begleitet hat. Er hat jemanden gebraucht, der ihm sagt: „Das ist richtig und das ist falsch!“.  Alleine, so glaube ich, ist er unsicher geworden und hat sich daher von anderen beeinflussen und in die falsche Richtung locken lassen.

Befinden wir uns nicht auch immer wieder in einer solchen Situation wie Usija? Auch wir werden von unseren Eltern und Großeltern auf unserem Weg in das eigene Leben begleitet und sie stehen uns mit Rat und Tat zur Seite, wenn wir nicht weiterwissen. Manchmal sind es auch die Freunde, die uns guten Rat geben oder wir haben uns einen Mentor gesucht, der uns in allen Lebenslagen beisteht.
Aber was ist, wenn genau diese Person wegfällt? Was ist, wenn durch einen Konflikt oder einen Unfall genau diese Person nicht mehr da ist und wir uns ganz alleine fühlen? Lassen wir uns dann gehen und werfen alles, was wir gelernt haben, über Bord? Ignorieren wir Regeln und Gottes Gebote für ein gelingendes Leben? Sind wir leicht von anderen zu beeinflussen?

Schauen wir uns doch noch einen weiteren König an. Dabei denke ich an Jotam, denn er war der Sohn von Usija und hat sicher sehr viel von seinem Vater gelernt. Mit 25 Jahren ist er König geworden und hat das Volk angeführt. Mit all dem, was er von seinem Vater gelernt hat und mit dem Vertrauen auf Gott hat er als einer der wenigen alles gemacht, was Gott geboten hat. Das ganze Volk handelte böse, dass bedeutet, es lehnte sich gegen das erste Gebot auf, in dem es heißt „Du sollst keine anderen Götter haben!“. Sie verehrten die Götter andere Stämme und fielen von dem einen und einzig wahren Gott ab. Doch Jotam blieb standhaft und tat was Gott gefiel. Er verehrte nur seinen Gott, den Gott Israels.

Versuchen wir einmal, uns an den beiden ein Beispiel zu nehmen.
Usija hatte einen Mentor, der ihm zur Seite stand und ihm Gottes Furcht gelehrt hat. Er hat ihm immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Genau sowas kann auch dir in der heutigen Zeit helfen. Jemand, der dich begleitet und dir Rückmeldung gibt für deine Handlungen. Einer, der dir zur Seite steht, wenn du unsicher wirst in deinem Handeln. Einer, der einfach immer deinen Rücken stärkt und dich dabei noch fordert und fördert.
Und auch an Jotam, der nach dem Tod des Vaters ohne diesen war und trotzdem seinen Weg beibehalten hat. Der sich nicht vom Volk hat kleinmachen lassen und seinen Weg weitergegangen ist. Er hat auf Gott vertraut und hat sein Leben ganz nach ihm ausgerichtet.

So wie Usija, Secharja und Jotam Gott an seiner Seite hatten, so haben auch wir heute Freunde, Familie, Mentoren und Gott an unsere Seite. Ich wünsche dir, dass du jemanden findest, der dich in schwierigen und auch in guten Zeiten durch dein Leben begleitet und das du dir bewusst bist, dass du immer auf Gott bauen kannst.

Ich wünsche dir, dass du Menschen hast, die dich ein Stück deines Lebens begleiten und die Gewissheit, dass du einen starken Freund an deiner Seite hast, der dich unendlich liebt.

Seid gesegnet
Eure Doro