3.Aug 2018

Sünde.

396Tage_4Heute lesen wir in Jesaja etwas über Sünde. Ein großes Wort, ein schwieriges Thema, umso wichtiger es anzusprechen. In Jesaja 59 Vers 1-2 heißt es:

„Hört zu! Die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um euch zu helfen, und er ist nicht taub, dass er euch nicht hören würde. Nein, eure Sünden sind eine Schranke, die euch von Gott trennt. Wegen eurer Sünden verbirgt er sein Antlitz vor euch und will euch nicht mehr hören.“

Wow. Starke Verse wie ich finde. Ich denke bei jedem, der das aufmerksam liest, regt sich irgendetwas innerlich. Vielleicht Erstaunen oder Zustimmung. Vielleicht aber auch Gegenwehr oder Frust. Was auch immer, diese Verse haben Kraft. Ich möchte euch nun mitteilen, warum ich diesen Ausspruch von Jesaja so unglaublich cool finde und warum ich denke, dass er das Problem auf den Punkt bringt.

„Hört zu!“ Das zeigt schon, wie wichtig es Jesaja ist, was er sagen möchte. Für ihn ist die Sache wohl mindestens genauso wichtig wie für mich.

„Die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um euch zu helfen, und er ist nicht taub, dass er euch nicht hören würde.“ Um ehrlich zu sein ist es genau das, was die meisten Menschen zu denken scheinen. Mir geht es auch öfters so. Meist unbewusst denke ich, dass Gott nicht eingreift, weil er es nicht kann, oder weil er mich nicht hört, oder weil er zu weit weg ist, oder weil es ihn vielleicht gar nicht gibt … Na, wer findet sich bei genauerer Betrachtung auch genau da wieder?

„Nein, eure Sünden sind eine Schranke, die euch von Gott trennt. Wegen eurer Sünden verbirgt er sein Antlitz vor euch und will euch nicht mehr hören.“ Okay, meine Sünden sind also daran schuld. Was heißt nun das schon wieder? Sünde ist alles, was nicht im Interesse des Schöpfers ist, alles, was uns trennt von Gott, alles was nicht perfekt ist, kurz Zielverfehlung. Aber was ist das Ziel? Das Ziel und der Hintergrund, mit dem Gott den Menschen geschaffen hat, ist in Gemeinschaft mit Gott zu leben. Sünde macht diese Beziehung kaputt. Sünde trennt von Gott. Allgemein bedeutet das die Abkehr von Gottes Willen, das Misstrauen Gott gegenüber, das Zulassen des Bösen oder Sich-Verführen-Lassen. Wenn wir getrennt von Gott leben, ist es doch kein Wunder, dass einige denken, dass es ihn gar nicht gibt. Das könnte in meinem Verständnis mit „er verbirgt sein Antlitz“ gemeint sein. Es ist wie eine „Schranke“, die uns von Gott trennt. Es ist nicht nur, dass Menschen nicht an Gott glauben, sondern dass sie vergessen haben nach ihm zu fragen. So groß ist diese Trennung. Zerstörerische Gedanken, Stolz, Menschenfurcht, Hass, Leid … alles, was uns fernhält unseren Blick auf Jesus zu richten. Auf der einen Seite wir, auf der anderen er. Zusammengefasst: Sünde ist Trennung von Gott, sozusagen eine Beziehungsschädigung.

Ich habe noch eine anderes Bild im Kopf für genau diese Situation: Gott ist da, real, lebendig und mir zugewandt. Er liebt mich unendlich. Er scheint ununterbrochen auf mich, wie die Sonne ununterbrochen auf die Erde scheint. Doch dann gibt es Dinge, die mich von ihm trennen. Dinge, die mich von ihm wegziehen. Dinge die mich kaputt oder abhängig machen. Dinge die mir die Sicht und den klaren Blick zur Sonne versperren. Das sind die Wolken. Eine Wolkendecke bedeckt die Erde. Die Sonne scheint immer noch genauso wie zuvor, aber die Wolkendecke verdeckt mir die Sicht zu ihr.

Heißt das, wir sind unter einer ewigen Wolkendecke verloren? Natürlich nicht. Man sagt ja auch zur Message des Neuen Testaments „Die Frohe Botschaft“. Jesus ist gekommen, um diese Wolkendecke zu durchbrechen und er hat sie durchbrochen. Durch seinen Tod am Kreuz hat er die Verbindung wieder hergestellt. Das war der Hauptgrund, weshalb er auf die Erde kam. Er kam, um die Verbindung wiederherzustellen. Warum? Weil er uns liebt! Jesus hat alle Wolken (Sünde) weggeblasen, damit wir die Sonne (Gott) wieder sehen können. Alle Schranken sind durchbrochen. Jegliche Trennung überwunden. Er hat diese von Anfang an angedachte Gemeinschaft zwischen Mensch und Gott wiederhergestellt. Yeah!

Irgendwelche Bedingungen? Nein. Es ist ein Geschenk. Wir können es weder erarbeiten, noch durch Opferungen erzwingen. Aber: Wir müssen es annehmen. Wenn das geschehen ist, sind die Wolken weg, einfach weg. Da ist nichts mehr zwischen dir und Gott. Ich muss nicht erst beten: „Gott, sei bei mir“, denn er ist schon da.

Johannes schreibt: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Joh. 1,9) Du bist frei und gerechtfertigt, weil er treu und gerecht ist.

Jesus annehmen – Sünden bekennen – frei sein!

Zu schön, um wahr zu sein? Lies die Evangelien, wenn du mir nicht glaubst. Du bist nicht verloren, egal wo du gerade stehst und egal, wie es sich genau da gerade anfühlt. Jesus ist gekommen, um dich zu retten!

Nimm Jesus in dein Herz auf und du wirst erleben, wie du die Sonne wieder sehen kannst. Jetzt liegt es an dir, nimmst du es an?

Apropos Sonne, einen sonnigen Tag wünsche ich euch!

Martin