8.Okt 2018

In 396 Tagen durch die Bibel: Von Prophezeiungen und Ameisen

AmeiseWer diese Woche im Buch Sacharja mitgelesen hat, dachte sich vermutlich sowas wie: „Diese Stelle, die hier geschrieben steht, die kenne ich doch schon. Die steht doch auch in den Evangelien.“

Es ist ja mega krass erstaunlich für mich, wie viele Dinge, die im ersten Teil der Bibel prophezeit, d.h. vorhergesagt werden, später wirklich eintreffen. So auch beim Buch Sacharja. Dieser ist, wer hätte es gedacht, ein Prophet, wie ich es immer gerne sage: ein Nachrichtensprecher Gottes. Der hat nämlich schon sehr vieles, was Jesus angeht, gewusst.

Er sagt voraus, dass Jesus auf einem jungen Esel unter Jubelschreien in Jerusalem einziehen wird: „Juble laut, du Volk Zion! Freut euch, ihr Bewohner von Jerusalem! Seht, euer König kommt zu euch. Er ist gerecht und siegreich, und doch ist er demütig und reitet auf einem Esel – ja, auf dem Fohlen eines Esels, dem Jungen einer Eselin.“ (Sacharja 9, 9 NLB)

Er sagt sogar voraus, dass Jesus für 30 Silberstücke verraten wird: „Ich sagte zu ihnen: „Wenn ihr einverstanden seid, dann gebt mir meinen Lohn, wenn nicht, dann lasst es bleiben.“ Da zahlten sie mir 30 Silberschekel als Lohn aus.“ (Sacharja 11, 12 NLB)

Und als wenn das noch nicht genug ist, sagt er sogar voraus, dass Jesus mit einem Speer durchbohrt werden wird und man um ihn weinen wird: „Sie werden auf ihn schauen, den sie durchbohrt haben, und um ihn trauern wie um einen einzigen Sohn. Sie werden ihn beweinen, wie man einen erstgeborenen Sohn beweint.“ (Sacharja 12, 10 NLB)

Für alle die rationalen Denker, habe ich heute genau das Richtige:

Der deutsche Informatiker Prof. Werner Gitt hat einen mathematischen Gottesbeweis vorgelegt, den das Schweizer Monatsmagazin „Factum“ veröffentlicht hat. Nach seinen Angaben sind bereits 3.268 Prophetien der Bibel erfüllt. Er hebt vor allem solche Prophetien über Jesus, wie in Sacharja, hervor. Er rechnet: Wenn wir bei jeder Prophetie von einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent ausgehen, dass sie sich erfüllt, würde die Wahrscheinlichkeit, dass 3.268 Prophezeiungen zufällig eintreffen, bei 1,7 mal 10 hoch -984 liegen. Nach dem Komma folge also fast 1.000 Nullen, ehe die Zahl 17 auftaucht. Will man also nicht auf eine so kleine Wahrscheinlichkeit setzen, bzw. von über 3.000 Zufällen ausgehen, bleibe nur „Die Annahme eines allmächtigen und allwissenden Gottes.“

Gitt hat dazu auch ein cooles Modell:

Wer dennoch von Zufällen bei der Erfüllung von 3.268 Prophetien ausgehe, müsse dann auch annehmen, dass man mit verbundenen Augen in einem riesigen Haufen schwarzer Ameisen die einzige darin befindliche rote auf Anhieb findet. Im Detail: Die Zahl für die Unwahrscheinlichkeit, dass sich mehr als 3.000 Prophezeiungen durch Zufall erfüllen könnten (1,7 mal 10 hoch -984), illustriert Gitt mit einem Ameisenhaufen, in dem sich ein einziges rotes Tierchen befindet. Dazu stellt er die Frage: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch mit verbundenen Augen gerade diese rote Ameise findet, wenn er in den Haufen hineingreift? Würde man 36 Millionen Tiere – so viele passen in eine Badewanne – nehmen, wäre die Wahrscheinlichkeit, ausgerechnet die rote Ameise zu greifen, 2,8 mal 10 hoch -8 (also 7 Nullen nach dem Komma). Das wäre ein passendes Modell für den Fall, dass die Bibel nur 25 erfüllte Prophetien hätte.

Dementsprechend bräuchte man wesentlich mehr Ameisen, um auf jene geringe Wahrscheinlichkeit zu kommen, die dem Eintreffen aller biblischen Prophezeiungen entspricht. Laut Gitt kann dieser Wert selbst dann nicht erzielt werden, wenn man das ganze Universum mit Ameisen füllen würde. Die genaue Rechnung ergibt sogar die immense Zahl von 5 mal 10 hoch 896 Universen.

Man kann sich natürlich auch über mathematische Gottesbewiese streiten. Ich persönlich baue meinen Glauben nicht auf Rechnungen auf. Ich sage mir:

„Ich versteh nicht um zu glauben, sondern ich glaube, um zu verstehen.“

Dennoch zeigen solche Modelle, wie Gitt’s, dass die Bibel sogar mathematisch glaubwürdig sein kann. Es zeigt, dass es nicht nur abstrakter Glaube ist.

Wie glaubwürdig findest du die Bibel?

Einen gläubigen Tag wünscht euch

Martin