10.Aug 2018

Ich bin zu jung!

Ich bin zu klein Jeremia„WIE BITTE? ICH soll rausgehen und allen das Evangelium verkünden? ICH soll Leute auf der Straße ansprechen, die ich nicht kenne? Der Witz ist gut! Wie soll ICH ihnen das denn erzählen, die werden sich denken: Das kleine blonde Mädchen will uns die Welt erklären? Schon klar!! Und auslachen werden sie mich, da bin ich mir sicher! NEIN, Gott, das kann ich nicht dafür bin ich viel zu ungeeignet, zu jung und unerfahren!“
So habe ich mich in den letzten Jahren immer mal wieder gefühlt. Ich hatte gerade erst meine Ausbildung zur Erzieherin und Jugendreferentin angefangen gehabt und schon sollte ich Verantwortung und Verkündigungen übernehmen. Es ist absolut nicht einfach über seinen eigenen Schatten zu springen, aber mir hat es geholfen zu wissen, dass wir nicht alleine sind und es nicht nur uns so geht. Denn auch früher gab es schon Menschen, die genau so reagiert haben.

Zum Beispiel: Jeremia.
Gott hat von Anfang an geplant, aus Jeremia einen Propheten zu machen und jetzt ist es soweit. Gott sagt es ihm frei raus und was macht Jeremia? Er sagt zu Gott einfach „Nein, mein Herr und Gott!“ Er möchte das nicht, denn er fühlt sich dafür ungeeignet, zu jung und unerfahren.
Geht es uns nicht auch immer mal wieder so, dass wir vor Aufgaben stehen, für die wir uns gar nicht bereit fühlen? Für die wir uns ungeeignet, zu klein oder zu jung fühlen?
Wir bleiben doch lieber in unserer „Comfort-Zone“, in dem Bereich wo wir uns schon auskennen und uns wohlfühlen.

So geht es bestimmt auch Jeremia in dem Moment. Die Aussage „Ich bin zu jung!“ könnten wir auch gut als Ausrede verstehen. In der Hoffnung, doch um die Aufgabe drum herum zu kommen.

Doch Gott kennt uns und reagiert sofort mit einem Zuspruch für Jeremia. Er macht Jeremia klar, dass er nicht sagen soll: Ich bin zu jung! Sondern zu allen Menschen gehen soll, zu denen er gesendet wird, und die Worte Gottes weitergeben soll.
Er bekommt die Zusage, dass er nicht alleine sein wird, sondern Gott selber wird ihn begleiten und stärken.

Und das gilt auch für uns heute, wenn wir uns für etwas nicht bereit fühlen, können wir sicher sein: Gott begleitet uns und stärkt uns für jeden Schritt, den wir gehen

Die Frage ist: Werden wir bereit sein, trotz unserer Bedenken und „Ausreden“ vorwärts zu gehen? Uns senden zu lassen?

Die Antwort, die Jeremia von Gott erhalten hat, stärkte ihn und auch ich habe einen Halt in den Versen gefunden, darum möchte ich euch diese Verse mit auf den Weg geben:
„Sage nicht: ‚Ich bin zu jung‘, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.“ Jeremia 1,7-8

Seid gesegnet
Doro