15.Dez 2017

In 396 Tagen durch die Bibel

396TageDiese Woche ist  Josef-Woche. Von Mittwoch bis Sonntag stehen die Geschichten von Josef im Vordergrund. Ich kannte die Geschichten von Ihm schon seit ich klein bin. Trotzdem habe ich wieder coole Erkenntnisse gewinnen können. Von einer möchte ich euch besonders berichten.

Wie ihr alle sicherlich gelesen habt, war Josef der Liebling seines Vaters und wurde bevorzugt. Seine Brüder waren extrem neidisch und verkauften ihn eines Tages an Sklavenhändler. Josef hatte eine beschissene Zeit. Er war Sklave, kam später ins Gefängnis und war weit weg von seiner Familie.

Doch später wird er durch seine Gabe, Träume deuten zu können, zum zweithöchsten Mann in ganz Ägyptens befördert. Das ist schon krass. From zero to hero. Er erkannte die nahende Hungersnot und hatte einen Plan zur Eindämmung.

Durch die Nahrungsmittelknappheit kam es dann dazu, dass er seine Brüder wieder sah und sie mehrfach auf die Probe stellte. Er erkannte sie sofort, sie ihn aber nicht. Als er dann endlich seine Identität offenbarte, sagte er, und jetzt kommt‘s:

„Ich bin euer Bruder Josef, den ihr nach Ägypten verkauft habt. Aber macht euch keine Vorwürfe, dass ihr mich hierher verkauft habt, denn Gott wollte es so. Er hat mich hierher geschickt, damit ihr mit euren Familien am Leben bleibt.“

Josef hat alles erdenkliche durchgemacht. Er wurde von seiner Familie ausgestoßen und von seinen Brüdern verprügelt. Er wurde gemobbt und als Sklave verkauft. Er wurde falsch beschuldigt und landete im Gefängnis. Und er konnte nichts dafür!

Manchmal haben wir auch solche schweren Zeiten, für die wir gar nichts können. Aber wie in der Geschichte von Josef, wo immer wieder gesagte wurde: „Und Gott war bei ihm“ ist Gott auch bei dir und mir. Häufig sehen wir den Plan, der dahinter steht nicht sofort, aber wir können gewiss sein, Gott hat einen Plan, mit jedem von uns. Wir fragen uns dann manchmal: wieso bin ich ausgerechnet hier, oder wieso soll ausgerechnet ich das machen. Weil du der richtige dafür bist! Es gibt keinen anderen!

Manchmal ging es mir wie Josef. Es gab Zeiten, wo ich nicht verstanden habe, warum das alles hier passiert. Zeiten, wo ich gezweifelt habe und gerufen habe: „Gott, Warum?“ Am Ende aber habe ich gemerkt, dass das, was geschehen ist, Teil seines Plans ist. Ich verstehe Gott auch heute oft nicht. Warum bin ich hier? Warum soll ich das machen? Aber ich bin gewiss, dass Gott bei mir ist und das es einen Sinn hat.

Ich bin  überzeugt: Gott kann auf krummen Linien gerade schreiben! Und das nicht nur bei Josef oder mir, sondern auch in deinem Leben. Wer weiß, vielleicht bist du der nächste Josef!

Viele Grüße und habt einen schönen 3. Advent!

Euer Martin